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Pressemitteilung: ProFans erwartet Dialog. Fanbündnis reagiert auf derzeitige Gewaltdiskussion im Fußball
Hamburg, 23. März 2010 - In den letzten Wochen standen im Zusammenhang mit Fußball-Berichterstattungen vielfach nicht nur die Leistungen der Mannschaften im Mittelpunkt des medialen Interesses, sondern auch sportfremde Angelegenheiten, darunter auch wiederholt das Fehlverhalten von Fans, die zumeist Teilen von Ultras-Gruppen zugerechnet werden. Damit sind Verhaltensweisen in den Brennpunkt der Öffentlichkeit gerückt, die weder für die Gesamtheit der Fans noch für die Ultras-Bewegung typisch und in keiner Weise gutzuheißen sind. Es ist nicht hinnehmbar, wenn Fans verletzt werden. Jeder, der nicht zum ersten Mal zum Fußball geht, weiß, dass das Spielfeld unantastbar zu sein hat. ProFans bedauert diese Vorkommnisse ausdrücklich.
Gleichwohl befremdet die Art und Weise der Reaktion eines Teils der Medien, aber auch von Offiziellen. Da werden dünne Plastikrohre von Doppelhaltern zu als Waffen eingesetzten Eisenstangen hochstilisiert und ein frustrierter Tritt in eine Werbetrommel, wie einst von einem hochgepriesenen Nationalstürmer und -Trainer vorgemacht, zur gesellschafts-, wenn nicht gar lebensbedrohenden Zerstörungswut aufgebauscht.
Viel gefährlicher aber sind die Vorstellungen von Populisten aus den Reihen einiger politischer Parteien, des Beamtenapparats und der Polizeigewerkschaften, wie auf die jüngsten Entwicklungen zu reagieren sei. Diese Leute haben offenbar noch immer nicht begriffen, dass jede unverhältnismäßig freiheitsbeschränkende Maßnahme, vor allem, wenn sie sich weiterhin undifferenziert auch gegen Unschuldige richtet, dem Unheil nur noch Vorschub leistet. Ein gesellschaftliches Problem muss vor allem in den Köpfen gelöst werden, anstatt durch Repressionen.
Hierzu muss alles getan werden, die besonnenen Kräfte in den Fanszenen zu stärken! Maßnahmen, wie aktuell in die Diskussion geworfen oder auch schon längst Alltag geworden, zum Beispiel Verringerung der Kartenkontingente für Gästefans, Sitzplatzzwang, Ausweiszwang, Polizeikessel, schikanöse und entwürdigende Behandlung von Gästefans - all das schwächt diejenigen, die für eine gewaltfreie Fankultur stehen, da sie ihnen ihre Argumentationsgrundlage entziehen. Jedes gegen einen Unschuldigen verhängte Stadionverbot beweist nur, dass friedliches Verhalten des Einzelnen sich nicht lohnt.
Der pyrotechnische Unfall in den Reihen der Nürnberger Fans hätte vermieden werden können, wenn auf das illegale Stilmittel verzichtet worden wäre. Er hätte aber auch vermieden werden können, wenn nicht die scharfen Kontrollen und Strafandrohungen lediglich die mit Abstand gefährlichste Form des Einsatzes dieses für viele Ultras-Gruppen eminent wichtigen Stilmittels zugelassen hätten - nämlich das Zünden losen Pulvers im Schutze der Masse.
Das bundesweite Fanbündnis ProFans ruft alle interessierten Kräfte auf, einer bunten, lauten, originellen wie originären Fankultur, die auf zerstörerische Gewalt und Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit gerichtete Verhaltensweisen ins klare Abseits stellt, den Weg zu ebnen. Darin sieht ProFans die beste - und "preiswerteste" Sicherheitspolitik.
ProFans befürwortet einen Dialog aller Beteiligten - Fußballverband, Vertreter der Vereine, Fanprojekte und Vertreter der Innenpolitik. Den von Hamburgs Innensenator Ahlhaus einberufenen "Runden Tisch", der kein solcher ist, hält das Fanbündnis für nicht zielgerichtet. Denn wieder einmal wird hier nicht mit, sondern lediglich über die Fans geredet. Die gleichberechtigte Einbeziehung von Fanvertretern ist unverzichtbar: Eine Lösung mit allen beim Fußball beteiligten Lagern, die im Sinne der Grundwerte unserer Gesellschaft - des verantwortlichen Umgangs mit der Freiheit - den Enthusiasmus der Fanszenen in Deutschland zu einem Kulturgut werden lässt, um das uns andere Nationen beneiden werden. Wir sind gesprächsbereit! Wer noch?
Pressekontakt: Philipp Markhardt - presse@profans.de
Technische Probleme bei der Homepage
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22.05.2009 Pressemitteilung: Datei Gewalttäter Sport - Bist Du schon drin? Willkürliche Datensammlung bei Fußballfans stoppen!
Am kommenden Wochenende werden in der Republik in vielen Stadien von 1. - 4. Liga Spruchbänder hochgehalten, Flyer verteilt oder anderweitig Informationen verbreitet: Wieder einmal geht es um die umstrittene Datei "Gewalttäter Sport".
Die Praxis der Datei "Gewalttäter Sport" mit der Erfassung von Daten tausender Fußballfans ist weiterhin äußerst fragwürdig und bedenklich. Eingerichtet 1994 wuchs die Anzahl der gespeicherten Personen im Januar 2009 - trotz massiver Kritik von Datenschützern sowie vermeintlicher Löschungen und einem sinkenden "Gefahrenpotential" deklariert seitens der Polizei - auf fast 11.000.
Philipp Markhardt von PROFANS äußert sich dazu folgendermaßen: "Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Fehlen einer Kontrollinstanz im Umgang mit diesem Instrument dazu geführt hat, dass das Vertrauen vieler Fußballfans in die Polizei und rechtsstaatliche Prinzipien sehr gelitten hat. Diese Thematik passt in das Bild der derzeitigen Entwicklung, in welcher unser Staat immer mehr die Züge eines Überwachungsstaates annimmt."
Wie sich letztes Jahr herausgestellt hat, ist diese Praxis nach derzeitiger Rechtslage sogar rechtswidrig (Mai 2008 Verwaltungsgericht Hannover, Januar 2009 Oberverwaltungsgericht Lüneburg). Trotzdem bleibt die Datei bestehen und soll nun, IM NACHHINEIN, durch eine Rechtsverordnung "legalisiert" werden. Wann dieses passieren soll, ist noch ebenso offen wie das Wie.
"Sollte die Polizei auf ein solches Instrument nicht verzichten können, so sollte sie zumindest die illegal erhobenen Daten löschen und für die zukünftige Erfassung von Daten die berechtigte Kritik von Datenschützern sowie Fanorganisationen berücksichtigen" sagt dazu Philipp Markhardt. Und fügt ernüchtert hinzu "Wer derzeit einmal erfasst wurde, bleibt auf Dauer in einem undurchsichtigen Dschungel verknüpfter Verbund- und lokaler Polizei-Dateien gespeichert."
Anbei erhalten Sie weiterführende Informationen zur Kritik und den möglichen Konsequenzen bei einer Speicherung.
Bei Rückfragen
Philipp Markhardt von PROFANS, presse@profans.de
Wilko Zicht von BAFF, info@aktive-fans.de
Weitere Infos hier gibt es unter dem Navigationspunkt "Gewalttäter Sport"
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28.08.2008
Pressemitteilung: DFL: Sie haben Post! |
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Fußball zur Mittagzeit, die Aufteilung auf bis zu vier Anstoßzeiten an einem Spieltag und die sehr späte Terminierung der Spiele wollen die Fans in den Stadien nicht hinnehmen. Die Pläne der DFL für die Vergabe der Fernsehrechte ab der nächsten Saison sorgten für viel Wirbel und Unmut. Und den Protest der Fans bekommt die DFL in den nächsten Wochen vermehrt zu spüren. Über 250.000 Postkarten verteilen die Fanorganisationen Bündnis Aktiver Fußball Fans (BAFF), Pro-Fans und Unsere Kurve (UK) während der kommenden Spieltage in den ersten drei Ligen. Damit wollen die Fans ihren Unmut äußern und gegen die totale Vermarktung der Profiligen protestieren. Der Adressat ist auf allen Postkarten schon draufgedruckt: die DFL in Frankfurt.
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20.08.2008
Gespräch bei der DFL (Spielplangestaltung) |
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Am vergangenen Mittwoch (13.08.2008) hatte die DFL zu einem Treffen mit den hauptamtlichen Fanbeauftragten geladen. Diskutiert wurden unter anderem die Erfahrungen mit den neuen Stadionverbotsrichtlinien, die Entwicklungen in den Fanszenen und wie man die Zusammenarbeit der Fanbeauftragten mit der DFL verbessern könne.
Am Nachmittag referierte Holger Hieronymus (DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb) zum Thema "Fußball in Zeiten der Globalisierung".
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21.05.2008
Spieltagszersplitterung ein Schlag ins Gesicht von Fans und Amateuren |
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Die bundesweite Fanorganisation Pro-Fans kritisiert die geplante Spieltagszersplitterung der ersten beiden Bundesligen ab 2009 als Schlag ins Gesicht von Fans und Amateurspielern. Gerade das „sportschaulose“ Modell ist der beste Beweis dafür, dass den Verantwortlichen im Zuge der Generierung von Geld offenbar gar nichts mehr heilig ist und die treuen Fans, die ihrer Mannschaft in jeden Winkel der Republik nachreisen (übrigens in keinem Land der Welt so zahlreich wie in Deutschland) nun endgültig nur noch als unnötiges Beiwerk betrachtet werden.
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